Ringfurther

Die Ringfurther Radfahrerkirche

Seit 2009 wird die beschauliche Dorfkirche in Ringfurth an der Elbe als Radfahrerkirche ausgewiesen. Seitdem haben schon zahlreiche Radtouristen des Elberadweges das Innere der Kirche mit opulenter und reich dekorierter Kanzelwand aus Holz erkundet. Ebenfalls sehenswert ist der hölzerne Ständer des Taufbeckens aus dem Jahr 1683. Die Kirche ist außen verputzt und soll im Kern wohl eine Feldsteinkirche im romanischen Stil sein, die im 16. Jahrhundert erweitert und ausgebaut worden ist. Aufgrund des bröckelnden Putzes und dem schadhaften Dach, sowie der morschen Dachkonstruktion des Kirchenschiffs und dem instabilen, im Jahr 1720 aufgesetzten, barocken Fachwerkturm war die Kirche dringend sanierungsbedürftig. Da gerade der Radtourismus am Elberadweg sich zu einem wirtschaftlichen Faktor entwickelt hat, war die Inwertsetzung des Gebäudes hinsichtlich des touristischen Aspekts von großer Bedeutung. So fühlte sich der ehemalige Pfarrer Peter Gümbel bei dem Aufruf des damaligen Leader-Wettbewerbs dazu animiert, die Projektskizze für die notwendigen Maßnahmen einzureichen, weil die Gemeinde die Kosten nicht alleine hätte tragen können. Um mit den Bauvorhaben auch gleich ein touristisches Angebot umzusetzen, wurde eine Ausstellung über das "Unterwegssein durch die Jahrhunderte" eröffnet, was wieder besonders die Radwanderer ansprechen dürfte.

Die Ringfurther Radfahrerkirche vor der
Durchführung des Leader-Projektes.
(Foto B. Gäde)