Nur 13 Projekte können 2019 gefördert werden

Das Geld ist knapp: Im nächsten Jahr können in der südöstlichen Altmark lediglich 13 Projekte durch das EU-Förderprogramm LEADER unterstützt werden. Das hat die Mitgliederversammlung während ihrer Sitzung am Montag (22. Oktober) in Tangermünde beschlossen. „Uns stehen für 2019 weniger Mittel zur Verfügung als in den letzten Jahren“, sagte der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Uchte-Tanger-Elbe“, Andreas Brohm nach der Sitzung. Etwa 320.000 Euro kämen aus dem sogenannten ELER-Fonds (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) und knapp 100.000 Euro seien ESF-Mittel (Europäischer Sozialfonds). Fast alle eingereichten Projektideen benötigen Mittel aus diesen beiden EU-Fonds.

Während des Treffens ist über die Projekte abgestimmt worden, die für das kommende Jahr auf der Prioritätenliste stehen. Zuvor hatten sich 38 Vorhaben um eine Förderung beworben. „Es fällt uns nicht leicht, eine so große Anzahl an Projekten nicht berücksichtigen zu können“, sagte Brohm. Die Entscheidungen würden jedoch nicht aus dem Bauch heraus entschieden, sondern nach einer auf alle Bewerbungen angewendeten transparenten Punktevergabe. „Trotz der limitierten Mittel im kommenden Jahr möchten wir mit der geplanten Unterstützung Akzente setzten.“ LEADER stehe weiterhin für die Zukunft des Landlebens.

Die Fördergelder sollen in die gesamte Region fließen. „Unter anderem ist geplant, den Skaterpark in Tangermünde, die Wassermühle in Staats und das Gartentraumcafé in Tangerhütte zu unterstützen“, so LEADER-Managerin Sibylle Paetow.

Insgesamt ist der Bedarf an Förderungen in der südöstlichen Altmark hoch. „Das zeigt auch eine hohe Innovationskraft an, die in der Region vorhanden ist und sogar zunimmt“, sagte Brohm. "Wir beobachten eine steigende Investitionstätigkeit im ländlichen Raum. Immer mehr Menschen möchten wieder in unserer Region etwas auf die Beine stellen." Das sei begrüßens- und unterstützenswert. Umso mehr äußerte die Aktionsgruppe ihren Unmut über lange und schwierige Antragsverfahren, unter denen die Projektträger leiden.