LEADER fördert die Stadt-Land-Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Stadt und Land im ländlichen Raum gewinnen an Bedeutung. Darum hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Uchte-Tanger-Elbe“ gezielt derartige Vorhaben unterstützt und erste Erfolge aufzuweisen. „Demografische Herausforderung heißt für uns vor allem, nicht mehr in Orten, sondern in Regionen zu denken“, sagte der LAG-Vorsitzende Andreas Brohm. Ziel müsse es sein, die Daseinsvorsorge und eine entsprechende Infrastruktur in der Fläche zu haben. „Genau darauf achten wir bei der Unterstützung von Vorhaben im Gebiet unserer LAG.“ Die Möglichkeit des Multifondsansatzes LEADER/CLLD gebe den nötigen Handlungsspielraum, nicht nur in Dörfern, sondern auch in Städten Projekte zu fördern.

In der aktuellen Förderperiode (2014-2020) konnten unter diesem Ansatz bereits zahlreiche Projekte begonnen sowie umgesetzt werden. „Beispielhaft steht unter anderem die Sanierung einer Sporthalle in Tangerhütte“, sagte LEADER-Managerin Sibylle Paetow. Die Halle werde stark genutzt, von Sportlern aus Tangerhütte aber auch aus den benachbarten Ortschaften. „Mit ihr fördern wir lebendige und aktive Ortschaften und sorgen dafür, dass das Lebensumfeld auf dem Land attraktiv bleibt“, so der LAG-Vorsitzende Andreas Brohm, der auch Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte ist.

Gemeinsam leben in Stadt und Land

In der Kommune befruchtet mit der Dachsanierung des Neuen Schlosses im Gartenträumepark ein weiteres durch LEADER unterstütztes Projekt die Stadt-Land-Beziehungen. Im Schloss engagieren sich schon jetzt in einem Bürgercafé zahlreiche Vereine, Institutionen und Privatpersonen aus der gesamten Einheitsgemeinde. Ein Heimatverein organisiert unter anderem kulturelle Veranstaltungen. „Das Gebäude sehe ich als Identifikationspunkt unserer zusammenwachsenden Gemeinde“, sagte Brohm. Eine projektbegleitende Spendensammlung habe zu einem großen bürgerschaftlichen Zusammenhalt beigetragen. „Ohne LEADER, ohne gemeinsames Ziel, wäre das nicht möglich gewesen.“

Die Aktionsgruppe wird auch mit der Unterstützung von sozialen Vorhaben ihrem Motto „Gemeinsam leben in Stadt und Land“ gerecht. Unter anderem fördert die LAG einen Seniorentreff in Tangermünde. Außerdem die Entwicklung einer Ehrenamtskarte, die im gesamten Landkreis eingeführt werden könnte und von der Menschen profitieren, egal ob sie im Dorf oder in der Stadt leben. In diese Richtung geht auch das Projekt „Bürgergenossenschaft“. Dabei geht es die Entwicklung spezieller Stadt-Land-Beziehungen, die in der ländlich geprägten Altmark vonnöten sind. So sollen in Zukunft neue engagierte Wirtschaftsmöglichkeiten für ein gutes Leben in ländlichen Regionen aufspürt werden.

Breitbandausbau wichtig für die Region

Um Stadt und Land vernetzen zu können, ist besonders der Ausbau mit zukunftsfähigem Breitband wichtig. "Ich werbe für die Initiative des Zweckverbandes Breitband Altmark, damit wir mit einem Glasfasernetz sicher in die Zukunft schauen können", sagte LAG-Chef Brohm abschließend.